Sicherheitslage im Wandel – Qualität und Komplexität steigen

Sicherheitslage im Wandel – Qualität und Komplexität steigen

Vielen Dank an den Bund Deutscher Personenschützer e.V. für die fundierte Einordnung und die transparente Darstellung der aktuellen Zahlen. Die statistische Erhebung ist und bleibt die unverzichtbare Grundlage professioneller Risikoanalyse.

Statistiken bilden vergangene Entwicklungen ab. Sie ermöglichen belastbare Bewertungen, solange die Gefährdungslage strukturell vergleichbar bleibt. Ergänzend möchte ich daher die aktuellen Trends und Entwicklungen in den Blick nehmen.

Die Bedrohungslage verändert sich nicht zwingend in der Quantität, sondern vor allem in ihrer Qualität und Komplexität. Staatlich getragene Aggressionen, hybride Einflussfaktoren und strategische Interessenkonflikte wirken sich zunehmend auf sicherheitsrelevante Branchen aus. Besonders betroffen sind Akteure in der Rüstungsindustrie sowie in angrenzenden Technologie und Maschinenbaubereichen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Mit zunehmender Komplexität der Bedrohung muss auch das Anforderungsprofil einer Sicherheitsarchitektur steigen. Strategisch wie operativ. Risikobewertung, Schutzkonzepte und Qualifikation der handelnden Personen müssen mit dieser Entwicklung korrelieren.

Als Mitglied des BDP e.V. begrüße ich ausdrücklich den evidenzbasierten Ansatz und freue mich auf den weiteren fachlichen Austausch zur weiteren Professionalisierung unserer Branche.